Bausteine für gesundes Altern

Für Gesundheitsförderung ist es nie zu spät“, erklärt Mag.a Ursula Hübel, Gesundheitsreferentin der Wiener Gesundheitsförderung, und verweist auf eine Studie der Harvard University. Mehr als zwölf Jahre wurde eine Gruppe inaktiver 65-Jähriger beobachtet. In dieser Zeit verloren sie rund 24 Prozent ihrer Kraft. Für die mittlerweile 77-Jährigen folgte ein zwölfwöchiges Kraft-Ausdauer-Programm. Damit konnten sie zwei Drittel des Kraftverlusts kompensieren. Bewegung ist aber nur einer von sechs Bausteinen für aktives Altern. Weitere sind gesunde Ernährung, kein Nikotin, wenig Alkohol, soziale Kontakte sowie regelmäßige geistige Aktivität.

Strategie für ein gesundes Leben. Hübel erklärt: „Man sollte sich Strategien für den Alltag zurechtlegen.“ Z. B. Stiegen steigen statt den Lift nehmen. Neugierig sein und Neues lernen, ob eine Sprache oder den Umgang mit dem Computer, hält den Geist fit. Wer sich einsam fühlt, sollte soziale Kontakte suchen. Vielleicht indem man eine ehrenamtliche Tätigkeit übernimmt. Mag.a Eva Bader, Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP): „Vor allem Frauen ab 80 Jahren verbringen ihren Lebensabend häufig allein. Der Rückzug aus dem sozialen Leben macht nicht nur einsam und oft depressiv, sondern schadet auch der geistigen Fitness.“ Wer Gesellschaft sucht, ist bei den 172 PensionistInnenklubs, die vom KWP geführt werden, richtig. Derzeit sind 17.000 SeniorInnen eingeschrieben.

Ressourcen fördern. Gesundheitsförderung wird auch in den „Häusern zum Leben“ großgeschrieben. Mag.a Eva Bader: „Wir erheben von jeder Bewohnerin und jedem Bewohner den individuellen Betreuungs- und Pflegebedarf. Die Menschen werden aufbauend auf deren körperlichen Ressourcen gezielt gefördert, damit sie nicht nur älter, sondern vor allem gesünder älter werden. Das erhöht die Lebensqualität bis ins hohe Alter. An Demenz erkrankte Menschen nehmen an spezifischen Betreuungsprogrammen teil, wo das Leben eines normalen Alltags im Vordergrund steht. Wichtig ist Biografiearbeit. So kann auf Gewohnheiten eingegangen werden.“
www.kwp.at

„Überlegen Sie sich, wie Sie die sechs Bausteine für gesundes Altern in Ihren Alltag einbauen.“
Mag.a Ursula Hübel, Gesundheitsreferentin WiG

Autor: Martina Stehrer

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