Basenfasten: Wellness Wohlbefinden 78 Basenfasten: Sanft und nachhaltig abnehmen!

Der Vorteil einer vorwiegend basischen Kost besteht darin, dass das natürliche Gleichgewicht von Säuren und Basen in unserem Organismus aufrechterhalten oder wiederhergestellt wird. Für einen derart ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ist es von besonderer Bedeutung, wie viel Säure aus der Ernährung aufgenommen wird und wie viel aus den körpereigenen Stoffwechselreaktionen entsteht. Säuren werden dem Körper nämlich nicht nur von außen, sprich über die Nahrungsaufnahme, zugeführt, sondern auch vom Körper gebildet. So können etwa Stress, zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol, Koffein und Nikotin das Säure-Basen-Gleichgewicht negativ beeinflussen bzw. uns „sauer machen“. Aber keine Bange, das alles ist recht einfach, gilt doch die Faustregel: „Alles bis auf so gut wie jedes Obst und Gemüse, die meisten Kräuter und Salate, Pilze und einzelne Nussorten ist sauer. Vor allem Fleisch ist neben Koffein der Säurelieferant Nummer 1“, bringt es Mag. Tanja Vogelsberger auf den Punkt. Die Ernährungswissenschafterin und ausgebildeter Fastencoach leitet den Therapiebereich des Eurothermenresorts Bad Hall, Hotel Miraverde, in einem besonders idyllischen Flecken Oberösterreichs. Dem kann Dr. Melanie Meier vom Gesundheitshotel Klosterberg in der Nähe von Zwettl (NÖ) nur beipflichten: „Basenfasten ist eine sanftere Form des Fastens, bei der basische Lebensmittel wie frisches Obst und gedämpftes Gemüse konsumiert werden. Durch den hohen Ballaststoffgehalt der zugeführten Nahrung bleibt der Verdauungstrakt weiterhin aktiv und das Immunsystem wird gestärkt. Außerdem kommt der Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht und überschüssige Säuren werden abgebaut. Basenfasten ist leicht umzusetzen, und unsere Gäste berichten auch immer wieder von einem neuen Gefühl der körperlichen Leichtigkeit und einem deutlichen Energieschub.“ Und das ist doch ein Lebensgefühl, das wir gerade im Herbst so vermissen!

Die Menge macht’s
Die säureliefernde Wirkung der Lebensmittel hängt davon ab, wie viel Eiweiß diese enthalten. Darüber hinaus gilt es, auf die basisch wirkenden Mineralstoffe zu achten, die in gewisser Weise eine ausgleichende Wirkung auf das säureliefernde Potenzial der Nahrungsmittel haben. So zählen etwa Hülsenfrüchte, Milch und viele Milchprodukte zwar generell zu den Säurelieferanten, haben allerdings im Gegensatz zu Fleisch, Geflügel, Fisch und Eiern auch eine Vielzahl an basisch wirkenden Mineralstoffen.  Es nimmt nicht wunder, dass Vegetarier bzw. Veganer so gut wie keine Probleme mit einer Übersäuerung des Organismus haben – im Gegensatz zu jenen, bei denen täglich Fleisch und Wurst auf den Tisch kommen. Weder das eine noch das andere Extrem ist aus Sicht von Ernährungsexperten empfehlenswert, sondern die goldene Mitte – sprich: normale Mischkost. „Sinnvoll wäre es, sich zu zwei Drittel basisch und einem Drittel sauer zu ernähren. Ein gesunder Organismus kann nämlich durch Stoffwechselvorgänge bzw. körpereigene Puffersysteme den Säure-Basen-Haushalt selbstständig ausbalancieren“, erklärt Expertin Vogelsberger. Vereinfacht gesagt, können die über die Ernährung aufgenommenen Säuren durch die Zusammenarbeit von Niere und Leber ausgeglichen und über den Harn wieder abgegeben werden – übrigens ein Grund, warum der pH-Wert des Harns im Normalfall leicht sauer ist. Was aber wenn wir ständig zu sauer essen? „Dann tut sich der Körper schwer, die normalen Stoffwechselvorgänge abzuarbeiten. Und das ist vor allem dann ein Problem, wenn man abnehmen möchte“, weiß die Ernährungswissenschafterin.

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