Atmen Sie sich gesund!

Beobachten Sie einmal ein Baby, während es schläft. Wunderbar, oder? Es ist aber nicht nur diese vollkommene Unschuld, die uns bei diesem Anblick in selige Ruhe versetzt. Es ist auch die Art und Weise, wie das Baby atmet und wie es dadurch in vollkommener Zufriedenheit und in perfektem innerem Gleichgewicht in sich ruht: Die Atemzüge sind tief und gleichmäßig, der entspannte Bauch hebt und senkt sich, dabei bleiben sowohl Schultern als auch Nacken entspannt. Mit dieser Atmung kommen wir auf die Welt, verlernen sie aber im Laufe der Jahre. Oder besser: achten nicht mehr darauf. Und das, obwohl eine falsche Atemtechnik negative Auswirkungen auf Körper und Geist haben kann.

Natürliche Entgiftung. Beginnen wir aber von vorne. Wieso ist Atmen für unseren Körper eigentlich so wichtig? „Atmen bedeutet Leben“, stellt Verena Pepper, Biofeedback-Therapeutin und Atmungsexpertin des Kurhotels Thermenhof in Kärnten (www.med-warmbad.at/Thermenhof) klar. „Wo genügend Sauerstoff vorhanden ist, da ist auch Leben vorhanden.“ Und genau darum geht es bei unseren Atmungsvorgängen: Durch das Einatmen nehmen wir Sauerstoff in unseren Körper auf, denn „unsere Zellen brauchen Sauerstoff, um überhaupt arbeiten zu können“, erklärt Pepper. Der Sauerstoff wird in unsere Lunge aufgenommen und von dort über das Blut im gesamten Körper verteilt, wodurch alle Organe permanent mit genügend Sauerstoff versorgt werden. Beim Ausatmen wiederum wird Kohlendioxid, sprich: die Gift- und Schlackstoffe unseres Körpers, wieder abgegeben. Man könnte es auch so sagen: Atmung ist die natürlichste, wirkungsvollste und einfachste Methode, seinen Körper zu entgiften und zu entsäuern.

Falsches Atmen. Experten und Mediziner sprechen gerne von der „richtigen“ und der „falschen“ Atmung. Das klingt im ersten Moment komisch: Wie kann etwas so Automatisiertes wie das Atmen richtig oder falsch gemacht werden? Sie kann: Sind wir gestresst oder haben uns eine schlechte Körperhaltung angewöhnt, atmen wir meist flach, oberflächlich und schnell, hecheln mitunter sogar. Die Atmung spielt sich dann in der oberen Region des Körpers ab, man nennt dies „Brustatmung“ oder auch „Nackenatmung“: Die Bauchdecke wölbt sich beim Einatmen nach innen, die Schultern heben und senken sich.  Es ist nicht mehr möglich, genügend Sauerstoff in den Körper zu pumpen – laut Studien nehmen wir unter Stress nämlich nur noch etwa sieben bis zehn Liter pro Minute auf.

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