Aller Anfang ist schwer

Der sechste Geburtstag des Kindes bedeutet, dass die Kleinkindzeit zu Ende geht und ein neuer Lebensabschnitt für das Kind beginnt. Die Tochter, der Sohn sind nun in der Lage, Vieles alleine zu bewältigen und deshalb dürfen sie auch bald in die Schule gehen. Das ist normalerweise auch kein großes Problem.

Die meisten Kinder haben vor der Schule bereits einen Kindergarten besucht und die Trennung von den Eltern schon einmal gemeistert, sie werden es wieder schaffen.

Trotzdem ist zu beobachten, dass sich einige Erwachsene vor dem Schulbeginn ihrer eigenen oder fremder Kinder etwas eigenartig benehmen.

Da wird mit den Augen gezwinkert, hintergründig gelächelt und nachgefragt, ob sich das betreffende Kind denn wirklich auf die Schule freue. Kinder hören zum xten Mal, dass nun der „Ernst des Lebens“ beginne und Aussprüche wie: „Warte nur bis du in die Schule kommst, dann wird sich Einiges ändern“, könnten ja fast als gefährliche Drohung aufgefasst werden und sind sicher nicht dazu angetan, Spannung abzubauen.

Sechsjährige haben in der Regel auch schon die Einstellung zur Schule von älteren Geschwistern oder Freunden mitbekommen und stehen dem zu erwartenden Ereignis häufig mit ambivalenten Gefühlen gegenüber.

Der kleine Thomas versuchte einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden. Selbstbewusst erklärte er: „Wenn mir die Lehrerin nicht gefällt, oder wenn sie schreit, dann geh’ ich wieder nach Hause.“

Die Schule als der zukünftige Arbeitsplatz des Kindes darf keine Angst verursachen. Oder würden Sie vielleicht vier Jahre lang an einem Arbeitsplatz bleiben, der Ihnen absolut nicht gefällt?

Erinnerungen an die eigene Schulzeit tauchen auf
Immer, wenn man glaubt ein Ereignis besonders vorbereiten zu müssen, verbergen sich auch eigene Unsicherheiten hinter diesen Aktivitäten. Für den Schulbeginn trifft dies ganz besonders zu. Es gibt kaum jemanden, der nicht ganz bestimmte Erinnerungen mit seiner eigenen Schulzeit verbindet. Die Einstellung der Eltern zur Schule wird im hohem Maß davon abhängen wie positiv oder negativ Ihre eigenen Schulerfahrungen waren. Es gibt immer wieder Eltern, die sich vor der Autorität des Lehrers fürchten und sich selbst in einer Art Prüfungsstress befinden, wenn der Sprössling einmal nicht entspricht. Diese Unsicherheit überträgt sich auch auf das Kind und erzeugt unnötigen Leistungsstress. Die Leistungsanforderungen in der Schule schaden dem Kind nicht, wenn sie sich an dessen Fähigkeiten und Leistungsvermögen orientieren. Kinder sind in diesem Alter besonders wissbegierig und aufnahmefähig, sie lernen gerne so lange sie positiv motiviert werden. Daher gilt die Devise: Erfolge spornen an, Misserfolge können überwunden werden.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil über die Schulreife Ihres Kindes!
Von der Intelligenz als wichtige Grundvoraussetzung des Lernens und Leistens redet man im Alltag recht unbefangen und selbstverständlich. Eltern stellen sich die bange Frage, ob ihr Kind auch intelligent genug sei, gute Schulleistungen zu erbringen. Der Ausspruch: „Mein Kind soll es einmal besser haben als ich“ bedeutet in diesem Zusammenhang sehr oft, dass die Eltern große Pläne für die Zukunft ihres Kindes haben. Es soll Karriere machen und Erfolg im Leben haben. Natürlich wollen Eltern nur das Beste für ihre Kinder, im Übereifer wird aber manchmal übersehen, dass auch intelligente Kinder auf Grund von Unreifezeichen ihrer Persönlichkeit im Leistungsbereich Schwierigkeiten haben können. Die grundlegenden Intelligenzfaktoren stehen mit anderen Persönlichkeitsfaktoren in enger Wechselbeziehung, insbesondere mit Gefühlen, Interessen, Ausdauer und Selbstbewusstsein. Intelligenzförderung verlangt deshalb nicht nur Training der Intelligenz selbst, sondern stets auch Förderung der Gesamtpersönlichkeit.

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