Alkohol vor oder beim Sport

Schon der Konsum in geringen Maßen erweitert die Blutgefäße und bewirkt, dass das Herz mehr Kraft aufwenden muss, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Die beim Sport notwendige Muskulatur wird dadurch unterversorgt. Außerdem erhöht Alkohol den Pulsschlag und die Atemfrequenz, was sich ebenfalls negativ auf die Leistung auswirkt.

Alkohol hat eine betäubende Wirkung auf das Gehirn, dadurch reagiert man langsamer als normal. Die Kontrolle über den Körper (Auge-Hand-Koordination, Gleichgewicht, Motorik) lässt nach. Auch die Sehkraft nimmt ab und man kann die Bewegungen immer schlechter kontrollieren. Alkohol senkt auch die Schmerzempfindlichkeit, außerdem wird unter Alkoholeinfluss mehr Risiko eingegangen, was die Verletzungswahrscheinlichkeit erhöht.

Auch die Stoffwechselprozesse sind durch Alkoholkonsum beeinflusst. Der Körper benötigt Kohlenhydrate als Brennstoff, um den Alkohol abzubauen. Dadurch stehen während der sportlichen Betätigung weniger Kohlenhydrate für die Muskeln zur Verfügung, was sich klarerweise negativ auf die Leistung auswirkt. Ein weiterer ungünstiger Effekt des Alkohols ist seine entwässernde Wirkung. Bei intensiver sportlicher Betätigung und starkem Schwitzen verhindert Alkohol so das Regenieren des Wasserhaushalts und somit auch die Erholung des Körpers.

Am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien beschäftigte man sich vor kurzem mit den Auswirkungen von Alkoholkonsum auf die sportliche Gleichgewichts-, Reaktions- und Koordinationsfähigkeiten. Unter der Leitung von Dr. Reinhard Guschelbauer wurden verschiedene Tests mit Sportstudenten zuerst ohne und dann unter steigendem Alkoholeinfluss durchgeführt. Dabei wurde laufend der Blutalkoholspiegel gemessen. Die nachfolgenden Ergebnisse unterstreichen die in diesem Kapitel genannten negativen Auswirkungen.

 

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