5 Tipps für ein gesundes Zahnfleisch

Strahlend weiße und möglichst gerade Zähne stehen als Sinnbild für Ästhetik und Gesundheit. Vergessen werden darf aber auch nicht auf das Zahnfleisch: Ein kränkliches Zahnfleisch sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch für die Zähne beziehungsweise für die gesamte Gesundheit in unserem Mund gefährlich werden. Wenn der freudige Biss in den Apfel rote Spuren hinterlässt oder die Zahnbürste nach dem Zähneputzen rötlich gefärbt ist, sind das meist Anzeichen, dass mit unserem Zahnfleisch etwas nicht in Ordnung ist. Nachfolgend finden Sie fünf Tipps für ein rundum gesundes Zahnfleisch.

Tipp 1
Achten Sie auf Krankheitszeichen!
„Ein krankes Zahnfleisch ist geschwollen, dunkel verfärbt und kann zudem sehr empfindlich sein“, erklärt Dr. Bruno Valic, Wiener Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Eventuell kommt es bei der täglichen Mundhygiene auch zu leichten bis starken Blutungen. „Eine Blutung des Zahnfleisches ist im Allgemeinen nicht normal und deutet auf eine Erkrankung des Zahnhalteapparates hin“, betont Valic. „Dies sollte so rasch als möglich beim Zahnarzt abgeklärt werden!“ Ein auffälliger Mundgeruch, schwindendes Zahnfleisch, lockere Zähne oder Zahnfleischtaschen weisen auf eine Parodontitis, sprich: eine Entzündung des Zahnhalteapparats, hin.

Tipp 2
Pflegen Sie Ihr Zahnfleisch richtig!
Genauso wie die Zähne muss auch das Zahnfleisch richtig und gründlich gepflegt werden – mindestens zweimal täglich! „Bitte hören Sie nicht auf, die Zähne zu putzen, wenn das Zahnfleisch entzündet ist“, so Valic eindringlich. „Dadurch steigt das Kariesrisiko der Zähne!“
Die Zahnbürste sollte weich oder mittelhart sein, erläutert der Facharzt, der eher zu einer elektrischen Zahnbürste anstatt einer manuellen Bürste rät. „Mit der Zahnbürste, die in circa 45 Grad zum Zahnfleisch aufgesetzt werden sollte, wird vom Zahnfleisch ausgehend zum Zahn hin geputzt“, erklärt Valic. „Achten Sie darauf, dass alle Oberflächen des Zahnes und das damit verbundene Zahnfleisch gereinigt werden!“ Putzen Sie nicht zu fest, da dies dem Zahnfleisch schaden kann! Eine handelsübliche fluoridierte Zahnpasta ist ausreichend, meint der Experte, bei starker Zahnfleischentzündung gibt es spezielle Produkte. Eine professionelle Mundhygiene sollte zweimal jährlich durchgeführt werden.

Tipp 3
Gehen Sie sanft mit Zahnseide um!
Die Benutzung von Zahnseide ist wichtig, um die Zahnzwischenräume gründlich säubern zu können. Der Experte aber warnt: „Sie sollte nicht mit Gewalt in den Zahnzwischenraum eingeführt werden, ansonsten könnte das Zahnfleisch verletzt werden! Wenn eine Blutung bei vorsichtiger Anwendung der Zahnseide auftritt, muss eine Erkrankung des Zahnfleisches abgeklärt werden.“ Ist bereits ein Zahnfleischschwund vorhanden, leisten Interdentalbürsten gute Dienste, um größere Zahnzwischenräume gut reinigen zu können. „Dies ist auch eine wichtige Maßnahme bei einer ausgeheilten Parodontitis in der Erhaltungstherapie!“

Tipp 4
Essen Sie Ihr Zahnfleisch gesund!
Die richtige Ernährung ist eine wichtige Maßnahme, um das Zahnfleisch gesund zu halten beziehungsweise bei der Genesung zu unterstützen. „Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann es leichter zu einer Infektion kommen“, erläutert Valic. „Dies ist beispielsweise bei Eiweiß- oder Folsäuremangel der Fall. Ausreichend Vitamine und Nährstoffe sind daher wichtige Bestandteile einer gesunden, Immunabwehr-stärkenden Ernährung, die auch unserem Zahnfleisch guttut.“ Greifen Sie vermehrt zu Vollkornprodukten, Obst und Gemüse. Es gibt Zahnärzte, die besonders zu Nahrungsmitteln raten, die man gut und lange kauen muss: Dabei nämlich wird das Zahnfleisch massiert und gut durchblutet. Zusätzlich wird der Speichelfluss angeregt, wodurch der pH-Wert im Mund verbessert und Plaque-Säuren neutralisiert werden. Eine gute Möglichkeit für die Pflege zwischendurch, rät Valic, sind spezielle zuckerfreie Kaugummis, die Probiotika enthalten und sich positiv auf die Mundflora auswirken.

Tipp 5
Tabak schadet auch dem Zahnfleisch!
Einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums zufolge ist das Parodontitis-Risiko bei Rauchern bis zu fünfzehn Mal höher als bei Nichtrauchern. Dazu Valic: „Rauchen verringert die Durchblutung des Zahnfleisches und ist ein maßgeblicher Risikofaktor bei der Parodontitis!“

 

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